Neue HTL-Fachrichtung


Die Produkte von morgen werden intelligent und vernetzt sein. Darauf wird in der HTL Fulpmes mit dem neuen Ausbildungszweig "Digital Future & New Technologies" reagiert.


"Willkommen in der Zukunft", ist im Folder zu lesen, der den zusätzlichen Ausbildungszweig beschreibt. Und tatsächlich denkt die HTL Fulpmes einmal mehr voraus: Beginnend mit dem Schuljahr 2023/24 wird man sich u.a. auf die Vermittlung von Wissen im Bereich "Digital Future & New Technologies" spezialisieren. Zwar kommen im Unterricht bisher auch schon modernste Techniken zum Einsatz, künftig aber wird das Thema Digitalisierung noch viel vertiefender behandelt.


"Digital Future & New Technologies bildet eigentlich die logische Fortsetzung vom Maschinenbau. Wir gehen jetzt einen Schritt weiter ins Programmieren und Anwenden von digitalen Lösungen", erklärt Thomas Eller, Lehrer für Konstruktion, Bauteilgestaltung und Produktentwicklung. Damit man sich das in der Praxis besser vorstellen kann, zeigen er und HTL-Direktor Martin Schmidt-Baldassari ein Modell von einem Windrad. Setzt man die Augmented Reality-Brille auf, steht es plötzlich nicht mehr alleine im Raum, sondern es ist auch der digitale Zwilling in 3D zu sehen. Dieser kann über ein Menü per Fingerklick bis ins Detail zerlegt werden. In der Praxis tauschen das reale Modell und der digitale Zwilling außerdem Daten im großen Stil aus. Das bringt viele Vorteile wie zum Beispiel die Möglichkeit der Steuerung oder der Vereinfachung von Wartung und Montage aus der Ferne.


Eller führt weiter aus: "Die Schülerinnen und Schüler sind schon noch ein bisschen in der Werkstatt, um die technischen Grundlagen kennenzulernen, der große Schwerpunkt liegt aber eben in der IT. Fertig ausgebildet können die Absolventen des neuen HTL-Zweigs zum Beispiel auch Fräsmaschinen miteinander verknüpfen, Kameras auf Maschinen anbringen, um Werte abzulesen und folglich etwa Optimierungen am Förderband vorzunehmen."


(meinbezirk.at/red)